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Kriterien an die Indikationsstellung

Kriterien an die Indikationsstellung – Qualitätssicherungsvereinbarung Molekulargenetik

Die nachfolgend aufgeführten indikationsbezogenen molekulargenetischen Untersuchungen dürfen erst dann durchgeführt werden, wenn aus den Unterlagen gemäß § 6 der Qualitätssicherungsvereinbarung Molekulargenetik hervorgeht, dass die unten aufgeführten Kriterien an die Indikationsstellung erfüllt sind.
Bitte beachten Sie die von uns benötigten Auftragshinweise zur Überprüfung und Beurteilung der Indikationsstellung.

Sie möchten eine der nachfolgenden Untersuchungen in unserem Labor veranlassen:
– Wir benötigen zusätzlich zum Untersuchungsauftrag genaue Auftragshinweise und Kriterien an die Indikationstellung.

Das notwendige Formular zu den Kriterien an die Indikationsstellung finden Sie auf unserer Internetseite unter Formulare/weitere Formulare

 

Hereditäres non-polypöses kolorektales Karzinom, HNPCC

Direkte Analyse der HNPCC-Gene (wenn kein Tumormaterial vorliegt (EBM 11432))

Die Voraussetzung für die Berechnung der Gebührenordnungspositionen 11432 und 11434 (Hereditäres non-polypöses kolorektales Karzinom, HNPCC) für die direkte Analyse der HNPCC-Gene (MLH1, MSH2, MSH6, PMS2) ist gegeben, wenn die Amsterdam-II-Kriterien1 erfüllt sind.

    Alle Kriterien müssen erfüllt sein:

  • Vorangegangener Ausschluss einer Familiären adenomatösen Polyposis (FAP),
  • Mindestens drei Familienangehörige erkrankten an einem HNPCC-assoziierten Karzinom5, wovon einer Verwandter ersten Grades der beiden anderen ist,
  • Erkrankungen in mindestens zwei aufeinanderfolgenden Generationen und
  • mindestens ein Patient mit der Diagnose eines Karzinoms ist jünger als 50 Jahre.

 

Hereditäres Mamma- und Ovarialkarzinom

Die Voraussetzung für die Berechnung der Gebührenordnungspositionen 11440 bis 11443 (Hereditäres Mamma- und Ovarialkarzinom) ist bei Erfüllung der Kriterien des Deutschen Konsortiums3 für familiären Brust- und Eierstockkrebs gegeben.

    Mindestens eines der folgenden Kriterien muss erfüllt sein:

  • mindestens 3 Frauen aus der gleichen Linie einer Familie erkrankten an Brustkrebs , unabhängig vom Alter,
  • mindestens 2 Frauen davon 1 jünger als 50 Jahre aus der gleichen Linie einer Familie erkrankten an Brustkrebs,
  • mindestens 2 Frauen aus der gleichen Linie einer Familie erkrankten an Eierstockkrebs,
  • mindestens 1 Frau erkrankte an Brustkrebs und 1 weitere Frau an Eierstockkrebs oder 1 Frau erkrankte an Brust und Eierstockkrebs,
  • mindestens 1 Frau jünger als 36 Jahre erkrankte an Brustkrebs,
  • mindestens 1 Frau jünger als 50 Jahre erkrankte an bilateralem Brustkrebs4,
  • mindestens 1 Mann erkrankte an Brustkrebs und 1 Frau an Brust- oder Eierstockkrebs.

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1Leitlinienprogramm Onkologie (Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, AWMF): S3-Leitlinie Kolorektales Karzinom, Langversion 1.1, 2014, AWMF Registrierungsnummer: 021–007OL, http://leitlinienprogrammonkologie.de/Leitlinien.7.0.html [Stand: 11.12.2014]
2Vorliegen von Tumor-infiltrierenden Lymphozyten, Crohn-ähnlicher lymphozytärer Reaktion, muzinöser/Siegelring-Differenzierung, oder medullärem Wachstum.
3Leitlinienprogramm Onkologie (Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, AWMF): Interdisziplinäre S3-Leitlinie für die Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms, Langversion 3.0, Aktualisierung 2012, AWMF-Register-Nummer: 032 – 045OL, http://leitlinienprogrammonkologie.de/Leitlinien.7.0.html [Stand: 11.12.2014]
4Erkrankung vor Vollendung des 50. Lebensjahrs

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